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Nachteule unter dem Bügel

Die Führermeldungen des Werner Tobler
Herausgegeben von René Tobler

 

31 Jahre lang erstattete der Schweizer Lokomotivführer Werner Tobler seinem Depot-Chef Meldung über besondere Vorkommnisse. Zwischen 1955 und 1986 entstanden 214 gewichtige Eintragungen, die der sorgfältige Eisenbahner als seine »Führermeldungen« ordentlich abheftete.

Minutiös sind hierauf die genauen Ereignisse, Mängel an Mensch und Maschine mit Ort, Datum und Uhrzeit festgehalten. Was zunächst nach übermäßigem Diensteifer aussieht spiegelt die Poesie des Alltäglichen.

Sohn René Tobler hat die »Führermeldungen« beim Aufräumen des Estrich wiedergefunden. Sie waren Teil seiner Kindheit gewesen; denn so oft hatte er seinen Vater Tobler nach getanem Fahrdienst am Tisch der guten Stube sitzen sehen, wo er seine Meldungen niederschrieb und sich mit Kohlepapier einen Durchschlag für die eigenen Akten sicherte.

Der Schweizer Ausstellungsmacher Jean-Christoph Ammann und Karl-Burkhard Haus (»Schriftform») hatten die ferromobile Marginalie in Frankfurt am Main präsentiert und die Frankfurter Rundschau meldete: Der Schweizer Zugführer Werner Tobler war ein gewissenhafter Mann. … Dabei gestattete er sich eine gewisse Ausführlichkeit, ohne die amtliche Form aufzugeben. In diesen Führermeldungen äußert sich das Selbstverständnis eines Menschen, der in seinen Verhältnissen keinen Unwägbarkeiten ausgeliefert wird. … In der Heiterkeit, die sie da auslösen, spiegeln sie lauter Entgleisungen.

 

  • Broschiert 80 Seiten
  • Verlag: Dielmann (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3933974364
  • ISBN-13: 978-3933974365

 

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Letzte Aktualisierung: 23.10.2008